Zu wenig Daten zu Betreuern und Nachlasspflegern in MV

Die FDP-Fraktion will mehr Klarheit über die Arbeit von Betreuern und Nachlasspflegern in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, die tatsächliche Belastung, Vergütung und Verteilung besser nachvollziehen zu können.

Die Antwort der Landesregierung zeigt jedoch deutliche Lücken. Viele zentrale Daten werden gar nicht erhoben. So ist weder bekannt, wie viele Nachlasspfleger konkret tätig sind, noch wie sich Fälle auf einzelne Betreuer verteilen. Auch Durchschnittswerte zur Vergütung lassen sich nicht berechnen.

Gleichzeitig steigen die Fallzahlen. Über 34.000 Betreuungsverfahren sind anhängig, jährlich kommen tausende hinzu. Die Ausgaben aus der Staatskasse liegen bei über 30 Millionen Euro pro Jahr.

Aus Sicht der FDP ist klar: Ohne verlässliche Daten fehlt die Grundlage für gute Entscheidungen. Mehr Transparenz ist nötig, um Qualität zu sichern und die Justiz effizient zu organisieren.