Gerichtsvollzieher-Ausbildung modernisieren und Studium ermöglichen
Die FDP-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern will die Ausbildung von Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollziehern modernisieren. Ziel ist es, künftig auch einen Bachelor-Studiengang für diesen Beruf zu ermöglichen.
Die Landesregierung soll prüfen, ob die Ausbildung auf ein duales Studium umgestellt werden kann. Ein entsprechendes Modell existiert bereits in Baden-Württemberg. Außerdem soll das Land Gespräche mit Nachbarbundesländern führen, um einen solchen Studiengang gemeinsam zu organisieren. Über die Ergebnisse soll der Rechtsausschuss informiert werden.
Hintergrund ist, dass die Aufgaben von Gerichtsvollziehern in den letzten Jahren deutlich komplexer geworden sind. Sie ermitteln Vermögensauskünfte, arbeiten mit Behörden zusammen und tragen große Verantwortung im Vollstreckungsverfahren.
Die FDP sieht in einer akademischen Ausbildung eine Chance, die Qualität der Rechtspflege zu stärken und den Beruf attraktiver für Nachwuchskräfte zu machen. Ein modernes Studium könnte mehr junge Menschen für diesen wichtigen Bereich des Rechtsstaats gewinnen.